Autor: Kate Kerrigan
Taschenbuch: 381
Verlag: Head of Zeus
Sprache: Englisch
Größe: 12,7 x 2,5 x 20,3 cm
(Bild: https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51M8NsInqnL.jpg )
Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (4,5)
Inhalt:
Lily liebt Vintage und ihrem Blog folgen mehrere Tausend Modebegeisterte.
Eines Tages stößt sie bei einer Recherche auf das legendäres Abendkleid einer unbekannten Designerin aus den 1950er Jahren und verstrickt sich immer mehr in die bezaubernde aber auch herzzerreißende Geschichte hinter dem Kleid.
Nun hat Lily ein Ziel: Das verschwundene Meisterstück wieder neu zum Leben zu erwecken, aber ist sie dazu überhaupt in der Lage?
Meine Meinung:
"The Dress", eine Art rückwärts gewandter Episodenroman aus der Feder Kate Kerrigan, hält was Cover und Titel bereits verspreche. Und zwar die Möglichkeit sich tief in die Welt der Modeblogger zu begeben, denn darauf liegt klar der Fokus: Auf der Verarbeitung, Herstellung aber auch auf der Suche nach Inspiration in der Welt der Haute Couture Designer.
Wen das Thema wie mich schon immer stark begeistert hat, wird von dem Roman ebenso begeistert wie fasziniert sein. Kate Kerrigan hat sich wirklich Mühe mit ihrer Recherche bezüglich Materialien und Designtechniken gegeben und diese Liebe zum Detail merkt man dem Roman an.
Bisher existiert das Buch meiner Kenntnis nach nur im Englischen, der Text ist aber leicht verständlich und sehr angenehm zu lesen, nur an der Bezeichnung der verwendeten Stoffe werden wohl die Allermeisten scheitern. Ich vermute aber das Ähnliches auch bei einer deutschen Edition der Fall wäre, sollte die betroffene Person nicht zufälligerweise ebenfalls Modedesign studiert haben.
Lily war mir vom ersten Moment an sehr sympathisch, auch wenn sie vielleicht etwas mehr Tiefe hätte vertragen können.
Zwei weitere Handlungsstränge des Romans befassen sich mit der ursprünglichen Trägerin (Joy) und Designerin (Honor) des Kleides und ihrer Leidensgeschichte, die auch in Lilys Leben eine bedeutende Rolle spielen werden. Bei beiden gelingt Kerrigan die Gestaltung der Figuren ähnlich gut der Lilys.
Der Roman ist sehr kurzweilig, ich hätte mich gefreut wenn noch einige eiten weiter dazu gekommen wären, vor allem Lilys möglicher "love interest" kommt mir ein wenig zu knapp, wird von der Autorin demnach nur angedeutet, was dem Buch aber vielleicht auch zu Gute kommt, da er sich nicht wie viele Young-Adult-Romane allein auf die romantische Ebene stützt, sondern sowohl Freundschaft als auch Sinnsuche und Lebenslust eine existentielle Rolle in Lilys Leben spielen.
Ich kann weiter nur sagen dass ich mich wirklich freue das Buch in den Tiefen der Bibliothek entdeckt zu haben und weiter mit dem Gedanken spiele es meiner heimischen Büchersammlung hinzuzufügen.
Wer aich wie ich gerade auf seine Abiturprüfung im Englischen vorbereitet, dem kann ich das Buch nur wärmstens ans Herz legen, ebenso aber den Mädchen (und vielleicht auch Jungs) die sich aktuelll ein wenig verloren in ihrer Welt fühlen und nicht wirklich wissen für welchen Arbeitsweg sie sich entscheiden sollen.
Willkommen in meiner eigenen kleinen Welt rund um das Thema geschriebenes Wort. Hier findet ihr unter Anderem meine Gedanken zum Thema Neuerscheinungen, genau wie zu altbekannten Klassikern der Literaturgeschichte.
Freitag, 8. Februar 2019
Montag, 14. Januar 2019
Die Wächterin der Krone
Autor/in: Beate Sauer
Taschenbuch: 447 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Sprache: Deutsch
Größe: 11,9 x 3,2 x 18,7 cm
(Bild: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Waechterin-der-Krone/Beate-Sauer/e425617.rhd#)
Wertung: ♥ ♥ ♥ (2,5)
Inhalt:
Robin hat sich verliebt. Nur leider ahnt sie nicht, dass Cederick der Halbbruder ihres Erzfeindes Edward de Thorignyist, der nichts lieber täte als sie und ihre komplette Familie leiden zu sehen. Als König Richard nun auf einem seiner Kreuzzüge verschwindet und sein Bruder John die Macht an sich reißt, müssen Robin und ihr Bruder in die Wälder fliehen...
Meine Meinung:
"Die Wächterin der Krone", ein historischer Roman mit Anlehnung an die Sagengestalt Robin Hoods, hat mich leider schwer enttäuscht.
Ich hatte diesen zusammen mit "Zwei sündige Herzen" von Tessa Dare als Mängelexemplar ersteigert und mir ein entsprechendes leichtes und flüssiges Leseerlebnis erhofft. Dem war definitiv nicht so.
Zu aller erst muss ich ein Wort über die Covergestaltung verlieren. Während Robin im Buch als rothaarige Schönheit beschrieben wird, ist ihr Bildnis an vorderster Front aus mir unerfindlichen Gründen blond geraten, was dann doch einige Fragen aufwirft. Steckt dahinter irgendein tieferer Sinn oder wurde hier einfach nur gepfuscht?
Ähnlich verwirrend verhält es sich dann mit dem Rest des Romans.
Beate Sauers Schreibweise ist für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich. Die vielen Zeitsprünge (sowohl nach vorn als auch nach hinten und das kunterbunt gemischt) verhindern ein tieferes Einfühlen in die doch sehr liebevoll gestalteten Charaktere. Besonders Robin hat es mir hier angetan, ihr Verhältnis zu den verschiedenen männlichen Figuren ist von so unterschiedlicher Natur,dass der Geschichte dann doch wenigstens noch ein bisschen Farbvielfalt eingehaucht wird.
Als dementsprechend deplaziert empfinde ich daher die vereinzelten Sichtwechsel zu Luce oder seinem besten Freund Philip, die sie sich meist nur über wenige Seiten ziehen. Dadurch erhält man nur einen minimalen Einblick in deren Gefühlswelt, womit die ganze Geschichte, in Kombination mit den häufigen Zeitsprüngen, gehetzt und nicht richtig durchdacht wirkt.
Meiner Meinung nach hätte man das diese vielleicht auf zwei oder drei Bücher strecken und nicht alles in einem einzigen Buch abhandeln lassen sollen. Denn dadurch geraten die wichtigen Szenen (ja, auch die typisch historisch, feuchtfröhlichen Liebesszenen) zu kurz und man distanziert sich mit Fortschreiten der Handlung immer mehr von eben dieser, was sicher nicht die Absicht der Autorin gewesen sein kann.
Die Auflösung am Schluss hat mir dann noch weniger gefallen als es schon beim Rest der Fall war. Denn der einzige wirkliche rote Faden, die Liebesgeschichte zwischen Philip/Cederick und Robin, findet ein eher abruptes Ende (mehr sei hier nicht verraten), was ich nicht als tragisch sondern eher als eine Art Ausflucht empfinde. Die Autorin hat es sich hier schlicht zu einfach gemacht, sehr zum Leidweisen des Lesers.
Zum Schluss kann ich nur wiederholen was ich zu Beginn schon erwähnt habe: Ich hatte mir mir erhofft.
Der Roman ist zu stockend, zu gehetzt um wirklich zu gefallen und ich werde mir wohl noch überlegen ob ich zu den beiden anderen Teilen, von denen einer Robins Mutter gewidmet ist, greifen werde.
Taschenbuch: 447 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Sprache: Deutsch
Größe: 11,9 x 3,2 x 18,7 cm
(Bild: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Waechterin-der-Krone/Beate-Sauer/e425617.rhd#)
Wertung: ♥ ♥ ♥ (2,5)
Inhalt:
Robin hat sich verliebt. Nur leider ahnt sie nicht, dass Cederick der Halbbruder ihres Erzfeindes Edward de Thorignyist, der nichts lieber täte als sie und ihre komplette Familie leiden zu sehen. Als König Richard nun auf einem seiner Kreuzzüge verschwindet und sein Bruder John die Macht an sich reißt, müssen Robin und ihr Bruder in die Wälder fliehen...
Meine Meinung:
"Die Wächterin der Krone", ein historischer Roman mit Anlehnung an die Sagengestalt Robin Hoods, hat mich leider schwer enttäuscht.
Ich hatte diesen zusammen mit "Zwei sündige Herzen" von Tessa Dare als Mängelexemplar ersteigert und mir ein entsprechendes leichtes und flüssiges Leseerlebnis erhofft. Dem war definitiv nicht so.
Zu aller erst muss ich ein Wort über die Covergestaltung verlieren. Während Robin im Buch als rothaarige Schönheit beschrieben wird, ist ihr Bildnis an vorderster Front aus mir unerfindlichen Gründen blond geraten, was dann doch einige Fragen aufwirft. Steckt dahinter irgendein tieferer Sinn oder wurde hier einfach nur gepfuscht?
Ähnlich verwirrend verhält es sich dann mit dem Rest des Romans.
Beate Sauers Schreibweise ist für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich. Die vielen Zeitsprünge (sowohl nach vorn als auch nach hinten und das kunterbunt gemischt) verhindern ein tieferes Einfühlen in die doch sehr liebevoll gestalteten Charaktere. Besonders Robin hat es mir hier angetan, ihr Verhältnis zu den verschiedenen männlichen Figuren ist von so unterschiedlicher Natur,dass der Geschichte dann doch wenigstens noch ein bisschen Farbvielfalt eingehaucht wird.
Als dementsprechend deplaziert empfinde ich daher die vereinzelten Sichtwechsel zu Luce oder seinem besten Freund Philip, die sie sich meist nur über wenige Seiten ziehen. Dadurch erhält man nur einen minimalen Einblick in deren Gefühlswelt, womit die ganze Geschichte, in Kombination mit den häufigen Zeitsprüngen, gehetzt und nicht richtig durchdacht wirkt.
Meiner Meinung nach hätte man das diese vielleicht auf zwei oder drei Bücher strecken und nicht alles in einem einzigen Buch abhandeln lassen sollen. Denn dadurch geraten die wichtigen Szenen (ja, auch die typisch historisch, feuchtfröhlichen Liebesszenen) zu kurz und man distanziert sich mit Fortschreiten der Handlung immer mehr von eben dieser, was sicher nicht die Absicht der Autorin gewesen sein kann.
Die Auflösung am Schluss hat mir dann noch weniger gefallen als es schon beim Rest der Fall war. Denn der einzige wirkliche rote Faden, die Liebesgeschichte zwischen Philip/Cederick und Robin, findet ein eher abruptes Ende (mehr sei hier nicht verraten), was ich nicht als tragisch sondern eher als eine Art Ausflucht empfinde. Die Autorin hat es sich hier schlicht zu einfach gemacht, sehr zum Leidweisen des Lesers.
Zum Schluss kann ich nur wiederholen was ich zu Beginn schon erwähnt habe: Ich hatte mir mir erhofft.
Der Roman ist zu stockend, zu gehetzt um wirklich zu gefallen und ich werde mir wohl noch überlegen ob ich zu den beiden anderen Teilen, von denen einer Robins Mutter gewidmet ist, greifen werde.
Dienstag, 4. Dezember 2018
Zwei sündige Herzen
Autor/in:Tessa Dare
Taschenbuch: 478 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16.12.2013)
Sprache: Deutsch, Englisch
Größe: 12,3 x 4 x 18,8 cm
(Bild:http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Zwei-suendige-Herzen/Tessa-Dare/e415878.rhd#\|biblios)
Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ (3,5)
Inhalt:
Meredith Maddox verwaltet in einem kleinen Dorf im Süden Englands einen Gasthof, der den Dreh- und Angelpunkt der Gemeinde bildet. Dieser Verantwortung ist sie sich nur allzu sehr bewusst. Kein Wunder also, dass sie die Avancen des Kriegshelden Rhys St. Maur zuerst vehement von sich weist. Trotzdem ist sie nicht in der Lage sich seiner Anziehung vollkommen zu entziehen, verbindet sie mit Rhys doch viel mehr als es am Anfang den Anschein erwecken mag…
Meine Meinung:
Auf den ersten Blick wirkt "zwei sündige Herzen" wie der typische Groschenroman. Auf dem Cover ein halbnackter Mann, die Protagonistin beschrieben als zu gleichen Maßen schön wie störrisch.
Gibt man dem Ganzen jedoch eine Chance, kommt man schon ab den ersten paar Seiten nicht mehr aus dem Lachen heraus. Merdith und Rhys harmonieren einfach perfekt. Beide entpuppen sich als überraschend dickköpfig in ihrem Bestreben, und verbauen sich mit ihrer Prinzipientreue das ei n ums andere Mal eine schnellere Lösung der gesamten Konfliktsituation. Aber wie sagt man so schön: „Warum einfach, wenns auch kompliziert geht?“
Über die fast 500 Seiten hinweg, habe ich die Beiden sehr schnell kennen und lieben gelernt, denn das Buch liest es einfacher als es sich zuerst vermuten lässt. Tessa Dare beherrscht ganz augenscheinlich ihr Fach und weiß die Geschichte stilsicher sowie wortgewandt zu Papier zu bringen.
Obwohl es sich bei „Zwei sündige Herzen“ bereits um den 2. Teil der „The Stud Club” Serie handelt, liest es sich als eigenständigen Roman, Vorkenntnisse aus dem 1. Teil sind also nicht von Nöten, tragen aber möglicherweise zu einem besseren Leseerlebnis bei. Rhys Bekannter aus London, der mysteriöse Bellamy, lockt aber schon mit dem Versprechen auf weitere Abenteuer.
Probleme hatte ich nur mit der von Zeit zu Zeit doch wirklich halsstarrigen Dickköpfigkeit des Pärchen, da sie doch häufig mal dazu tendieren ihrem Gegenüber nicht wirklich zuhören und sich hinter ihrer eigenen Weltanschauung zu verbarrikadieren. Das kann schon einmal ziemliche Kopfschmerzen bereiten, vorallem wenn sich Meredith dann auf Seite 256 fragt wie es ihr „gelingen könnte, dass jeder zufrieden, glücklich und in Sicherheit war?“ (Z.1-2) und man ihr die Lösung gerne einfach ins Gesicht schreien würde.
Fazit:
Ein überzeugender Historical Roman mit liebenswerte Charaktere n und einem überraschendem Ende, der Lust auf mehr macht. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Band.
Taschenbuch: 478 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16.12.2013)
Sprache: Deutsch, Englisch
Größe: 12,3 x 4 x 18,8 cm
(Bild:http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Zwei-suendige-Herzen/Tessa-Dare/e415878.rhd#\|biblios)
Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ (3,5)
Inhalt:
Meredith Maddox verwaltet in einem kleinen Dorf im Süden Englands einen Gasthof, der den Dreh- und Angelpunkt der Gemeinde bildet. Dieser Verantwortung ist sie sich nur allzu sehr bewusst. Kein Wunder also, dass sie die Avancen des Kriegshelden Rhys St. Maur zuerst vehement von sich weist. Trotzdem ist sie nicht in der Lage sich seiner Anziehung vollkommen zu entziehen, verbindet sie mit Rhys doch viel mehr als es am Anfang den Anschein erwecken mag…
Meine Meinung:
Auf den ersten Blick wirkt "zwei sündige Herzen" wie der typische Groschenroman. Auf dem Cover ein halbnackter Mann, die Protagonistin beschrieben als zu gleichen Maßen schön wie störrisch.
Gibt man dem Ganzen jedoch eine Chance, kommt man schon ab den ersten paar Seiten nicht mehr aus dem Lachen heraus. Merdith und Rhys harmonieren einfach perfekt. Beide entpuppen sich als überraschend dickköpfig in ihrem Bestreben, und verbauen sich mit ihrer Prinzipientreue das ei n ums andere Mal eine schnellere Lösung der gesamten Konfliktsituation. Aber wie sagt man so schön: „Warum einfach, wenns auch kompliziert geht?“
Über die fast 500 Seiten hinweg, habe ich die Beiden sehr schnell kennen und lieben gelernt, denn das Buch liest es einfacher als es sich zuerst vermuten lässt. Tessa Dare beherrscht ganz augenscheinlich ihr Fach und weiß die Geschichte stilsicher sowie wortgewandt zu Papier zu bringen.
Obwohl es sich bei „Zwei sündige Herzen“ bereits um den 2. Teil der „The Stud Club” Serie handelt, liest es sich als eigenständigen Roman, Vorkenntnisse aus dem 1. Teil sind also nicht von Nöten, tragen aber möglicherweise zu einem besseren Leseerlebnis bei. Rhys Bekannter aus London, der mysteriöse Bellamy, lockt aber schon mit dem Versprechen auf weitere Abenteuer.
Probleme hatte ich nur mit der von Zeit zu Zeit doch wirklich halsstarrigen Dickköpfigkeit des Pärchen, da sie doch häufig mal dazu tendieren ihrem Gegenüber nicht wirklich zuhören und sich hinter ihrer eigenen Weltanschauung zu verbarrikadieren. Das kann schon einmal ziemliche Kopfschmerzen bereiten, vorallem wenn sich Meredith dann auf Seite 256 fragt wie es ihr „gelingen könnte, dass jeder zufrieden, glücklich und in Sicherheit war?“ (Z.1-2) und man ihr die Lösung gerne einfach ins Gesicht schreien würde.
Fazit:
Ein überzeugender Historical Roman mit liebenswerte Charaktere n und einem überraschendem Ende, der Lust auf mehr macht. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Band.
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